Fernstudium Tierheilpraktiker

Fernstudium Tierheilpraktiker

Sie begeistern sich für Tiere und interessieren sich für Naturheilverfahren? Dann bietet sich für Sie ein Fernstudium Tierheilpraktiker an. Erfahren Sie im Folgenden mehr zu den Inhalten, den Voraussetzungen, den Kosten sowie den Karriereaussichten.

Was machen Sie nach einem Fernstudium Tierheilpraktiker?

Für Tierbehandlungen geben die Besitzer im Jahr tausende von Euro aus, um das Wohlergehen ihres tierischen Begleiters zu gewährleisten. So kann eine tierärztliche Behandlung je nach Umfang sowie Schwere der Erkrankung etwa zwischen 50 € und 1.500 € kosten. Neben der klassischen Tiermedizin greifen auch immer mehr Herrchen und Frauchen bei unkomplizierten Leiden auf die Naturheilkunde zurück. Nach Ihrem Fernstudium Tierheilpraktiker kennen Sie Körperaufbau und -prozesse von Haus- sowie Nutztieren. Auf Basis einer ganzheitlichen Betrachtungsweise sind Sie in der Lage, verschiedene Erkrankungen zu erkennen und diese mithilfe von naturheilkundlichen Methoden wie der Homöopathie oder Bachblütentherapie zu behandeln.

Anbieter Fernstudium Tierheilpraktiker

Inhalte & Dauer

Ein Fernstudium zum Tierheilpraktiker belegen Sie bei den verschiedenen Anbietern als nicht‑akademischen Fernlehrgang. Sofern Sie bereits über ein gewisses Vorwissen verfügen, haben Sie die Möglichkeit, sich spezielle Kenntnisse, beispielsweise auf den Gebieten der Akupressur, der Anatomie oder der Phytotherapie, also der Pflanzenheilkunde, anzueignen. Möchten Sie sich umfassend zum Tierheilpraktiker weiterbilden, erwarten Sie grundsätzlich diese Inhalte:

  • Anatomie
  • Physiologie
  • Pathologie (Krankheitslehre)
  • Untersuchungsmethoden
  • Hygiene

Darüber hinaus erhalten Sie einen Einblick in die unterschiedlichen Injektionstechniken, lernen diverse Naturheilverfahren kennen und wie Sie ein Aufnahmegespräch, eine sogenannte Anamnese, durchführen. Außerdem vermittelt Ihnen Ihr Fernlehrinstitut Know-how zur korrekten Tierhaltung und gibt Ihnen sowohl gesetzliche Grundlagen als auch essenzielles Wissen zur Praxisführung an die Hand. Abhängig von Anbieter und Umfang der Kurse dauern diese rund 7 bis 24 Monate.

Prüfung & Abschluss

Zum Ende des Fernlehrgangs hin erhalten Sie ein institutsinternes Zertifikat von Ihrem Anbieter, nachdem Sie alle entsprechenden Aufgaben bearbeitet und die Seminare besucht haben. In der Regel kommt zusätzlich noch eine Abschlussprüfung auf Sie zu. Bestehen Sie diese, dürfen Sie als Tierheilpraktiker arbeiten.

Welche Voraussetzungen müssen Sie erfüllen?

Für ein Fernstudium Tierheilpraktiker setzen die meisten Anbieter keine fachlichen Qualifikationen voraus. Im Vordergrund stehen hier vor allem die Begeisterung für Tiere und die Naturheilkunde sowie der Wunsch, sich mit einer eigenen Praxis selbstständig zu machen. Aber auch interessierte Laien und Personen, die einem medizinischen Beruf wie Tierpfleger oder Tierarzthelfer nachgehen, gehören zur Zielgruppe. Unter Umständen fordern die Institute mehrjährige Erfahrung im Umgang mit Tieren, ein Mindestalter zwischen 18 und 25 Jahren sowie einen Real- oder Hauptschulabschluss.

An persönlichen Eigenschaften helfen Ihnen vor allem eine analytische Denkweise sowie eine gute Beobachtungsgabe weiter, um die Erkrankungen der Tiere richtig zu diagnostizieren. Sowohl bei den Untersuchungen als auch der Medikation beziehungsweise Behandlung sind Empathie und gewisse Kommunikationsfähigkeiten von Vorteil. Diese unterstützen Sie dabei, auf die einzelnen Patienten einzugehen und stets die richtigen Worte zu finden, damit die Tierbesitzer verstehen, was Ihrem Tier fehlt und wie Sie die Medikamente verabreichen müssen. Nicht zuletzt sollten Sie auch mit Schicksalen umgehen können, falls es für ein Tier keine Heilungschancen mehr gibt.

Was kostet ein Fernstudium Tierheilpraktiker?

Für ein Fernstudium zum Tierheilpraktiker zahlen Sie je nach Anbieter und Umfang des Kurses unterschiedlich viel. Die Kosten liegen insgesamt etwa zwischen 150 € und 3.800 €. Möglicherweise erwarten Sie außerdem noch Gebühren für die Abschlussprüfung. Sind Präsenzseminare Teil des Weiterbildungsplans, sollten Sie weitere finanzielle Aufwendungen für die Anreise, die Unterbringung sowie die Verpflegung einplanen.

Kopf eines Pferdes

Sich als qualifizierter Tierheilpraktiker ausweisen

Der Beruf des Tierheilpraktikers ist rechtlich nicht geschützt, sodass sich prinzipiell jeder als Tierheilpraktiker bezeichnen kann. Eine amtsärztliche Prüfung steht für Tierheilpraktiker im Gegensatz zu Heilpraktikern nicht an. Gebunden sind Sie als Tierheilpraktiker lediglich an die verschiedenen Gesetze, welche den Tierschutz, die Tierseuchen sowie die Arzneimittel betreffen. Umso wichtiger ist es, sich nach einer entsprechenden Weiterbildung als qualifizierter Tierheilpraktiker zu präsentieren.

Auch wenn es keine gesetzliche Regelung gibt, richten sich viele Anbieter nach der Kenntnisüberprüfungsrichtlinie für Tierheilpraktiker der Kooperation deutscher Tierheilpraktiker-Verbände e.V. Diese orientiert sich an den Leitlinien der Prüfung für Heilpraktiker. Für Sie besteht die Option, sich einem der Tierheilpraktiker-Verbände in Deutschland anzuschließen. Dazu steht für Sie zunächst eine Kenntnisüberprüfung an, welche aus einer schriftlichen, einer mündlichen sowie einer praktischen Leistungsabfrage und zusätzlich einer Facharbeit besteht.

Ist die Abschlussprüfung Ihres Instituts bereits nach besagten Richtlinien und in Anwesenheit eines autorisierten Verbandsvertreters erfolgt, erhalten Sie automatisch eine Anerkennung sowie ein entsprechendes Zertifikat.

Gehalt & Karriere

Als Tierheilpraktiker kennen Sie sich mit verschiedenen Erkrankungen von Haus- sowie Nutztieren aus und wissen, welche Methoden Ihnen für die jeweilige Behandlung zur Verfügung stehen. Allerdings sind Sie sich auch Ihrer Grenzen bewusst und erkennen, wenn ein Tier einer ärztlichen Betreuung bedarf. Nach Ihrem Fernstudium stehen Ihnen mehrere Wege offen. Sie haben einerseits die Möglichkeit, Ihr erworbenes Wissen für Ihr Haustier zu nutzen, um kleinere Beschwerden eigenständig zu behandeln. Andererseits können Sie sich mit einer eigenen Praxis oder einem mobilen Service selbstständig machen und Ihr Wissen auch an andere Tierbesitzer weitergeben. Sind Sie beispielsweise bereits als Tierarzt tätig, erweitern Sie auf diese Weise Ihr Angebot. Auch in folgenden anderen Berufen lohnt sich eine Weiterbildung zum Tierheilpraktiker:

  • Tierzüchter
  • Tierpfleger
  • Mitarbeiter in einem Tierheim

Grundsätzlich lässt sich das Gehalt eines Tierheilpraktikers schlecht pauschalisieren, da die meisten freiberuflich und somit auf Honorarbasis arbeiten. In diesem Zusammenhang richtet sich das Einkommen nicht nur nach Ihrer Erfahrung sowie Ihrer Ausbildung, sondern auch nach der Größe Ihres Kundenstammes und den einzelnen Behandlungen, die Sie unterschiedlich abrechnen. Prinzipiell haben Sie hier freie Hand, es bietet sich jedoch an, sich preislich nach dem Gebührenverzeichnis der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tierheilpraktiker zu richten.

Erfahren Sie hier mehr über die Arbeit einer Tierheilpraktikerin.

Insgesamt können Sie mit einem anfänglichen Verdienst von etwa 1.300 € bis 1.500 € brutto pro Monat rechnen. Mit einer guten Anzahl an Patienten verdienen Sie nach einiger Zeit durchschnittlich 2.100 € brutto monatlich. 5 bis 10 Jahre an Berufserfahrung ermöglichen Ihnen schließlich ein Gehalt von bis zu 3.000 € brutto und mehr. Auf tierheilpraktiker.net erfahren Sie noch mehr zum Berufsbild des Tierheilpraktikers.

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