Fernstudium vs. Präsenzstudium

Fernstudium vs. Präsenzstudium

Sie sind sich nicht sicher, ob ein Fernstudium oder ein Präsenzstudium besser zu Ihnen passt? Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Unterschiede der beiden Studienvarianten auf.

Fernstudium oder Präsenzstudium

Wenn Sie im Anschluss an das Abitur auf der Suche nach einem Studium sind oder sich weiterbilden möchten, stehen Sie oftmals vor der Frage: Fernstudium oder Präsenzstudium? Die Entscheidung hängt nicht nur von Ihrer Studienwahl, sondern auch von Ihrer Arbeitssituation sowie Ihrem Lerntyp ab. So gibt es Studienfächer, die Sie ausschließlich in Präsenz absolvieren können. Haben Sie die Wahl und präferieren es, sich die Studien- und Lernzeit frei einzuteilen, passt hingegen ein Fernstudium besser zu Ihnen. Um sich einen guten Überblick zu verschaffen, finden Sie im Folgenden die wichtigsten Unterschiede.

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Was ist ein Fernstudium?

Ein Fernstudium nehmen Sie gemeinhin an Fernhochschulen und Fernschulen auf, je nachdem welchen Abschluss Sie anstreben. Ähnlich einem Präsenzstudiengang erwerben Sie mit einem Fernstudiengang an einer Fernhochschule einen akademischen Bachelor- beziehungsweise Mastergrad in etwa 6 bis 8 Semestern. Ein Fernlehrgang, welcher zu Weiterbildungszwecken mit einem institutsinternen Zertifikat endet oder beispielsweise zu einer IHK-Prüfung führt, dauert wenige Wochen bis hin zu mehreren Monaten. Diesen haben meist Fernschulen im Programm.

Das Studienmodell bietet sich vor allem für Interessierte an, die ihren Wohnort für ein Studium nicht verlassen möchten, die bereits einer beruflichen Tätigkeit nachgehen oder Studium sowie Familie unter einen Hut bekommen müssen. Denn ein Fernstudium absolvieren Sie zeit- sowie ortsungebunden. Das bedeutet, dass Sie sich Ihre Lerneinheiten flexibel einteilen und sich den Stoff im Selbststudium sowohl Zuhause als auch unterwegs aneignen können. Dies erfordert zwar eine gute Portion an Disziplin, da Sie auch an Wochenenden und in den Abendstunden ausreichend Motivation dafür benötigen. Andererseits verfügen Sie so über genügend Freiraum, um Ihr individuelles Lerntempo zu finden.

Die Inhalte sind thematisch in sogenannten Studienbriefen für Sie zusammengefasst, welche Sie meist per Post erreichen. Häufig stellt Ihnen Ihr Anbieter diese auch online, als pdf-Datei oder E-Book zur Verfügung. Neben Einsendeaufgaben, die Sie nach der Bearbeitung zur Kontrolle an Ihren Tutoren beziehungsweise Dozenten senden, finden Sie darin ebenso Aufgaben, mit denen Sie Ihren Wissensstand eigenständig überprüfen. Teilnehmer eines akademischen Fernstudiengangs erwarten meist noch weitere Prüfungen wie Hausarbeiten oder Klausuren sowie eine Bachelor- oder Masterarbeit am Ende Ihrer Studienzeit. Ein Fernlehrgang sieht abschließend teilweise einen Abschlusstest vor.

Weitere Unterstützung bieten Ihnen die Online-Lernplattformen der einzelnen Bildungsinstitute. Hier besteht für Sie die Option, sich nicht nur weitere Lernmaterialien herunterzuladen, sondern auch Online-Vorlesungen anzusehen. Außerdem haben Sie hierüber die Möglichkeit, mit Ihren Kommilitonen in Kontakt zu treten, sich zu Lerngruppen zusammenzuschließen oder Ihre Dozenten um Rat zu fragen. Präsenzveranstaltungen sind insbesondere bei Fernstudiengängen meist Teil des Curriculums, damit Sie Unklarheiten vor Ort klären, bereits Erlerntes in Gruppenarbeiten sowie Projekten anwenden oder Leistungsabfragen wie Klausuren absolvieren können. Bei Fernlehrgängen sind diese jedoch oftmals optional, um den Fernstudierenden so viele Freiheiten wie möglich zu gewähren.

In diesem Video berichtet die Fernstudentin Lenia aus ihrem Fernstudienalltag.

Was ist ein Präsenzstudium?

Ein Präsenzstudium haben überwiegend staatliche und private Universitäten sowie Fachhochschulen im Programm. Dort erlangen Sie in 6 bis 8 beziehungsweise 4 Semestern akademische Bachelor sowie Master Abschlüsse. Die meisten Studierenden entscheiden sich für ein Präsenzstudium in Vollzeit, was es etwas schwieriger macht, parallel einer Tätigkeit nachzugehen.

Im Gegensatz zu einem Fernstudium verläuft ein Präsenzstudium etwas strukturierter, da Sie die Module entsprechend Ihres Studienplans Semester für Semester chronologisch abarbeiten und nahezu täglich Seminare sowie Vorlesungen vor Ort besuchen. Das Positive dabei ist, dass Sie den Unialltag gemeinsam mit Ihren Kommilitonen bestreiten, leicht Lerngruppen bilden und sich ständig gegenseitig unterstützen können. Außerdem treffen Sie auf Ihre Dozenten, was Ihnen die Möglichkeit gibt, jederzeit persönlich Fragen zu stellen und um Unterstützung zu bitten.

Darüber hinaus müssen Sie sich in einem Präsenzstudium beispielsweise bei der Abgabe von Leistungsnachweisen wie Hausarbeiten an feste Fristen halten. Klausuren sowie mündliche Prüfungen finden ebenfalls an einem bestimmten Termin zum Ende des Semesters an der Hochschule statt.

Auch bei einem Präsenzstudium spielt das Thema Selbststudium und Selbstmanagement eine Rolle. So besorgen Sie sich eigenständig Literatur in der Unibibliothek, lernen für anstehende Klausuren oder organisieren sich Gesprächstermine bei Ihren Professoren. Im Vergleich zu einem Fernstudium fällt der Anteil der eigenen Organisation jedoch etwas geringer aus.

Zur Information: Ein berufsbegleitendes Präsenzstudium ist ebenfalls in manchen Fachbereichen möglich - die Zeiten und der Ort der Unterrichtseinheiten stehen dabei allerdings in der Regel fest. Die Flexibilität ist hier somit deutlich eingeschränkter als bei einem reinen Fernstudium.

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